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Monatsrückblick Januar 2024: intensive Wetterlage

verschneiter Steg am Weiher, dazu Schrift: "Monatsrückblick Januar 2024"

Monatsrückblick Januar 2024: Ganz schön was los bei mir!

Der Januar hat sich angefühlt wie ein halbes Jahr“, sagte mein Nicht-mehr-Kind gestern beim Abendessen. „Waaas?“, antwortete ich, „für mich hat er sich angefühlt wie eine Woche!“ Der Liebste zögerte kurz und sagte dann: „Beides.“ Und damit hat er absolut recht.

Der Januar 2024 ist einerseits an mir vorbeigerauscht und andererseits ist wahnsinnig viel passiert, sowohl in der Welt da draußen als auch in meinem kleinen Business- und privaten Kosmos. Ich war seit Langem mal wieder bei einer Demo und auf einem Konzert, habe in diesem Monat so viele Blogartikel geschrieben wie kaum je zuvor und wurde von der gesellschaftlichen Lage ständig hin- und hergeworfen. Ein wirklich intensiver Monat!

Das waren meine wichtigsten Themen:

Ich schmeiße den Blog-Turbo an

Meine tägliche Arbeit besteht ja in erster Linie darin, für Unternehmen und Agenturen Texte zu schreiben. Insgesamt weit über 1000 Blogartikel, Newslettertexte und Ratgeberartikel sind auf diese Weise schon aus meiner Feder geflossen. Der beste Job der Welt, ich möchte nichts anderes machen 🙂

Und trotzdem ist es etwas anderes, den eigenen Blog regelmäßig mit Texten zu füllen. Zum einen ist da die „Content Ängst“, die mich immer mal wieder im Griff hält. Und zum anderen muss man sich für ein eigenes Projekt natürlich ganz anders organisieren, und das ohne Deadlines von außen – sehr schwierig, besonders mit ADHS.

Obwohl ich meinen Blog wirklich sehr liebe und er für mich eine große Spielwiese und ein wichtiges Kommunikationsmittel darstellt, schreibe ich hier weniger, als ich gerne möchte. (Und teile es noch viel weniger auf meinen Social-Media-Kanälen.) Das soll sich ändern, und den Start dazu habe ich im Januar gemacht.

Seit Jahren nehme ich immer wieder an den Blog-Challenges von Judith Peters teil. Die Jahresrückblicke der letzten Jahre stammen zum Beispiel aus diesen Challenges, oder auch der Text rund um meine Bestimmung. Im Dezember habe ich dann spontan beschlossen, in ihren Jahreskurs „The Content Society“ einzusteigen.

Das bedeutet für mich jede Menge inhaltliche Inspiration, wohltuende Gemeinschaft und technische Unterstützung rund um Blog und Homepage. Und es wird vor allem für sehr viel mehr Kontinuität bei den Texten hier sorgen. Einer der wichtigsten Grundsätze in der Content Society lautet nämlich: Jede Woche mindestens ein Blogartikel. Eine ganz schöne Herausforderung, aber es macht wahnsinnig viel Spaß.

Streiks und Demos: Alle auf die Straße!

Der Januar war ein Streik- und Demomonat, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Lokführerstreiks, Bauernproteste, Demos gegen Rechts, … Gefühlt waren täglich alle auf den Straßen und das hat mich auf die eine oder andere Weise ganz schön beschäftigt und auf Trab gehalten.

Die Zugstreiks machten uns hier das Leben ganz schön kompliziert und haben für einigen Extraaufwand im Alltag gesorgt. Lästig, aber so ist das nun mal mit Streiks und ähnlichen Maßnahmen. Sie müssen ja den Ablauf stören, um wirksam zu werden.

Ähnlich war es mit den Bauernprotesten. An manchen Tagen war es ganz schön schwierig, den Alltag trotzdem gut hinzubekommen. Einmal ordnete sogar die ganze Schule des Nicht-mehr-Kindes Distanzunterricht an, weil für viele Schüler:innen kein Durchkommen war. Die Proteste waren und sind beeindruckend, aber auch ein wenig beunruhigend für mich. Neben viel Verständnis machen mir die Proteste auch Sorgen, die ich hier zum Ausdruck gebracht habe.

Naja, und dann gingen die Demos gegen Rechts los. Ich kann gar nicht sagen, wie gut mir das tut, was da gerade passiert. Seit Langem mache ich mir wirklich Sorgen um unsere Demokratie. Ich hatte aber den Eindruck, dass dieses Problem bei den meisten Menschen nicht angekommen war. Das hat sich nach der Correctiv-Recherche rund um das Potsdamer Treffen drastisch geändert.

Plötzlich sind Massen auf der Straße, die mir Mut und Hoffnung geben. In meinem Umfeld sind mehrere Menschen zu den Demos gegangen, die vorher noch nie in ihrem Leben demonstrieren waren. Wir waren natürlich auch schon dabei und am Wochenende steht die nächste Veranstaltung an. Nicht nur auf den Straßen, auch in der Politik tut sich schon spürbar was: Die Diskussion um mögliche Maßnahmen zum Schutz der Demokratie nimmt plötzlich Fahrt auf. In der Gesellschaft scheint irgendwie ein Knoten geplatzt zu sein und das tut mir wahnsinnig gut.

Menschenmenge bei einer Demo gegen Rechts

Der Januar war Demo-Monat und das hat richtig gut getan.

Start für den neuen Ausbildungskurs im Hospizverein

Ich habe ja schon öfter darüber geschrieben: Ich bin ehrenamtlich für den Hospizverein unseres Landkreises tätig. Unter anderem bilde ich zusammen mit einigen Kolleginnen jährlich neue Hospizbegleiter:innen aus. Im Januar ist der neue Kurs an den Start gegangen und wie immer sind wahnsinnig interessante Leute dabei.

Ich wurde vor Kurzem gefragt, welche Leute sich für einen solchen Kurs eigentlich anmelden. Meine Antwort war: Die Menschen dort sind total unterschiedlich, aber sie sind alle nicht langweilig. Das bestätigt sich auch diesmal wieder. In den nächsten Wochen und Monaten werde ich die Gruppe besser kennenlernen und sie in ihrer Ausbildung begleiten. Ich freue mich sehr darauf!

Falls du dich für das Thema Hospizarbeit genauer interessierst, lege ich dir diese Blogbeiträge von mir ans Herz:

Was im Januar 2024 sonst noch los war

  • Silvester und die Tage drum herum haben wir mit einem lieben Freund verbracht und sehr viel Spaß gehabt. Quatschen, Spielen, Kochen, Ideen spinnen, … Schön war’s!
  • Mein Liebster und ich waren seit vielen Jahren mal wieder außerhalb von Festivals auf einem Konzert und es war so toll! Wenn Maybebop mal in eurer Nähe spielt, schaut es euch unbedingt an!

    Auftrittsbild vom Maybebop-Konzert: 4 Männer mit Mikros auf der Bühne

    Konzert im Januar: berührende, lustige, kluge Musik von Maybebop

  • Gesundheitlich hat es mich ein wenig gebeutelt im Januar. Nichts Dramatisches, aber ständig irgendwelche Kleinigkeiten, die mir Energie geraubt und mich schließlich ein paar Tage aufs Sofa gezwungen haben. Ätzend. Wird Zeit, dass der Frühling wieder kommt!
  • Schinkennudeln, alkoholfreies Radler und stundenlange Gespräche: Ich hatte einen wunderbaren Abend mit einer lieben Freundin, die ich schon seit Schulzeiten kenne. In den letzten Jahren finden wir immer enger zusammen und ich genieße das sehr.
  • Die Anmeldephase für unsere LARP-Veranstaltung im Sommer ist abgeschlossen, früher als je zuvor. Sie lief ein bisschen anders als erwartet, aber wir sind wieder mehr als voll. Und es hat sich vor allem wieder gezeigt: Wir haben einfach ein großartiges Orga-Team!
  • Eine Extremwetterlage mit Eisregen und Co. hat für einige Aufregung gesorgt. In vielen Landkreisen wurden die Schulen geschlossen, auch bei uns. Am Ende war es hier bei uns gar nicht so dramatisch und der Spuk war schnell vorbei. Aber ich war doch sehr erleichtert, dass der Mann und das Nicht-mehr-Kind das Haus nicht verlassen mussten. Home Office und Distanzunterricht sei Dank! Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie großartig ich die technischen Möglichkeiten unserer Zeit finde?
  • Bei ChatGPT habe ich mir jetzt die Premium-Version gegönnt und ich bin noch einmal neu begeistert-erstaunt-geschockt, was das Ding kann. Wow! Ich nutze die KI inzwischen für unterschiedliche Zwecke, zur Recherche oder Vor-Strukturierung von Texten zum Beispiel. Und ich habe sicher noch längst nicht alle wertvollen Funktionen ausgelotet.
  • Ich habe begonnen, mich mit Nature Journaling zu beschäftigen. Das bedeutet im Endeffekt, die Natur genauer zu beobachten und Interessantes schriftlich oder künstlerisch festzuhalten. Da ich sowieso fast täglich draußen spazieren gehe, wir außerdem einen großen Garten haben und ich gerne mit verschiedenen darstellerischen Methoden experimentiere, war das eine großartige Verknüpfung. Leider war es die meiste Zeit im Januar zu kalt, um mich lange draußen aufzuhalten, aber die ersten Seiten im Journal habe ich schon gestaltet.

    Nature Journaling: Aquarellbild von einem Ast mit Flechten

    Genau hinschauen, kreativ werden und draußen sein: Nature Journaling

  • Ich schreibe ja seit einer Weile immer mal Briefe an Politiker:innen, um meine Anliegen zu Gehör zu bringen. Auf einen davon habe ich im Januar sogar Antwort bekommen, wenn auch keine besonders erquickliche.
  • Neben der Ausbildungsarbeit gehe ich auch hin und wieder für den Hospizverein in Schulen, um dort mit Jugendlichen über Hospizarbeit zu sprechen. Ein Unterrichtsbesuch stand im Januar wieder an, im Februar folgen zwei weitere. Und wie jedes Mal war ich begeistert, wie intensiv und klug sich viele der Jugendlichen mit dem Thema beschäftigen. Ich weiß nicht, ob ich das in dem Alter so gut gekonnt hätte.
  • Unser Sorgenkater Billy hat seine zweite Hüft-OP wegen seiner Arthrose bekommen. Die ersten Tage lag er wie ein Häufchen Elend herum, aber jetzt versucht er schon wieder, Treppen zu erklimmen und durch die Balkontür zu entwischen. Unverwüstlich, der Süße!

    schwarzer Kater mit Pflaster und Schutzkragen

    Armer, schwarzer Kater …

Was ich im Januar 2024 gebloggt habe

Mindestens ein Blogartikel pro Woche, das ist das Ziel für dieses Jahr. Im Januar habe ich das gut geschafft, 6 Texte sind hier im Blog entstanden:

  • Mein (Business-)Motto für 2024: Bedenke den Spaß! Zunächst habe ich bei der Suche nach einem Jahresmotto in ganz andere Richtungen gedacht. Und plötzlich war dieses Motto da und sorgte sofort für jede Menge Ideen und natürlich Spaß.
  • Rechtschreib-Quickie: Groß oder klein nach Doppelpunkt? Die Rechtschreib-Quickies sind schon lange eine beliebte Kategorie hier im Blog. Diesmal geht es um eine häufige Frage, die erfreulich leicht zu beantworten ist.
  • 11 Wochen Zeit: Meine To-Want-Liste bis zum 31. März. Etwa 20 ganz unterschiedliche Dinge habe ich mir für die nächsten Wochen vorgenommen. Ein Plan, der mich sehr herausfordert, aber auch anspornt und Spaß macht. Natürlich aktualisiere ich den Text immer wieder, um euch an den Fortschritten teilhaben zu lassen.
  • Bauernproteste: Ich mache mir Sorgen. Diesen Text hatte ich zunächst nur auf meinen Social-Media-Kanälen veröffentlicht, ihn aber dann doch noch für den Blog aufgearbeitet.
  • Was ist Gendern? Dass ich in meinem Blog auf geschlechtersensible Sprache achte, wisst ihr vielleicht schon. Aber so richtig definiert und erklärt hatte ich das Thema bisher noch nicht. Jetzt schon. Im Artikel stelle ich neben der reinen Erklärung verschiedene Varianten vor und gebe Tipps für die Auswahl in euren Texten.
  • Lesenswert: 5 Links im Januar 2024. Interessantes, Spannendes, Künstlerisches, Bewegendes, … Diese Texte haben mich in den letzten Wochen auf die eine oder andere Art beeindruckt.

Außerdem sind im ABOREA-Blog diese Artikel von mir erschienen:

Und ich habe bei einem tollen Fanprojekt mitgewirkt und einen Episodenguide zur Serie „Kohlrabenschwarz“ geschrieben.

Viele weitere Texte von mir wurden auf Kund:innenseiten veröffentlicht. Aber die kann ich euch leider nicht so ohne Weiteres zeigen 🙂

Ausblick auf den Februar

Im Februar startet die „Blogdekade“ in der Content Society. Das bedeutet: 10 Blogartikel in 10 Tagen. Wow. Ich nehme mir mindestens 8 vor, obwohl 10 natürlich sehr toll wäre. Ich bin sehr gespannt, was dieses Experiment mit mir macht.

Von meiner To-Want-Liste habe ich mir für den Februar das Lektorat eines Buchprojekts vorgenommen, das hier schon viel zu lange herumliegt und bisher nie die notwendige Aufmerksamkeit bekommen hat. Außerdem möchte ich lernen, mir eigene Kleidung zu nähen. Konkret bedeutet das, ein einfaches Kleid fertigzustellen. Ich werde berichten.

Der Ausbau unserer Werkstatt im Keller geht in die allerletzte Phase und sie wird wunderschön! In den nächsten Wochen sind noch ein paar Restarbeiten zu erledigen und dann kann der Liebste endlich richtig einziehen.

Obwohl im Januar so viel passiert ist, habe ich sehr wenige Fotos gemacht. Das ist schade. Im Februar möchte ich das anders handhaben und im Alltag viel mehr fotografieren.

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