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ADHS-Alltagstipp: Wie du dich daran erinnerst, was du gerade tust

Titelbild zum Blogartikel "ADHS-Alltagstipp: Wie du dich daran erinnerst, was du gerade tust"

Wichtig zu wissen: Dieser Blogartikel ist zuerst in meinem virtuellen ADHS-Adventskalender „Neurodivergenz und Zimt“ erschienen. Genau genommen war er Türchen 1 und trug den Titel „ADHS-Alltagstipp: Selbstgespräche, Festivalbändchen und Putzkraft Annemarie“. Wenn du noch einsteigen und bis zum 24. Dezember jeden Tag eine Mail mit einem ADHS-Tipp bekommen möchtest, kannst du dich hier anmelden. Aber jetzt geht es erst mal los mit dem Thema:

Wenn aus dem Teekochen drölf andere Aufgaben werden

Eigentlich wollte ich nur kurz einen Tee kochen, aber dann war die Spülmaschine fertig und ich habe angefangen, sie schnell auszuräumen. Dann fiel mir ein, dass ich noch dringend diese eine E-Mail beantworten wollte. Also schnell das Handy gezückt und vorher ganz kurz bei Instagram reingeschaut. Oh, hoppla, die Spülmaschine … Also dort weitermachen und feststellen, dass die Schublade mit den Tupperdosen nicht mehr richtig zugeht. Die wollte ich ja eh schon längst aussortieren, das mache ich schnell … Read more

ADHS-Glossar: 50+ Begriffe rund um ADHS

Titelbild zum Blogartikel "ADHS-Glossar"

ADHS-Glossar: 50+ Begriffe rund um ADHS

Ein ADHS-Glossar schwebt mir schon seit langer Zeit vor. Schließlich gibt es unzählige Begriffe, die ich gerne schon früher gekannt und verstanden hätte. Hier ist es nun, das ADHS-Glossar, in all seiner Unperfektheit.

Bei meinen ersten Notizen zum Blogartikel kamen mehr als 110 Begriffe zusammen. Beim Schreiben habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass ich streichen muss, wenn der Artikel jemals veröffentlicht werden soll. Diese erste Version enthält deshalb „nur“ knapp 60 Begriffe, soll aber im Lauf der Zeit ergänzt werden.

Das ADHS-Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder wissenschaftlich-medizinische Korrektheit. Ich bin keine Ärztin, keine Therapeutin oder Wissenschaftlerin. Ich schreibe aus Erfahrung. Aus eigener Betroffenheit, unzähligen Gesprächen, intensiven Recherchen, eigenen Aha-Momenten und persönlichen Stolpersteinen. Deswegen findest du bei vielen Begriffen nicht nur die nackte Erklärung, sondern auch Anekdoten und meine persönliche Haltung.

Vielleicht entdeckst du dich in manchen Beschreibungen wieder. Vielleicht liest du etwas und denkst: „Ach, DESHALB bin ich so!“ Genau dafür habe ich das Glossar geschrieben. Also: Lies quer, lies selektiv und lies neugierig. Nimm mit, was dir hilft, und lass den Rest liegen. Was übrigens immer ein guter Rat ist. Read more

7 Dinge, die ich seit meiner ADHS-Diagnose anders mache

Titelbild zum Blogartikel "7 Dinge, die ich seit meiner ADHS-Diagnose anders mache"

„Wofür soll die ADHS-Diagnose gut sein?“ – Unter anderem für diese 7 Dinge!

Wofür soll eine ADHS-Diagnose gut sein, vor allem im Erwachsenenalter?“ Diese Frage höre und lese ich immer wieder. Sogar so oft, dass ich sie zu Punkt 5 in meinem ADHS-Bullshit-Bingo gemacht habe. Heute möchte ich sie auf eine sehr persönliche Art beantworten.

Vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich meine ADHS-Diagnose bekommen, im Alter von 43 Jahren. Und das hat eine ganze Menge in meinem Leben verändert. Diese 7 Dinge mache ich anders, seit ich weiß, dass ich ADHS habe: Read more

Meine To-Want-Liste: 23 Dinge, die ich bis Jahresende erleben will

To-Want, nicht To-Do, das ist ein entscheidendes Detail bei diesem Experiment. Vor zwei Jahren bin ich schon mal dem Aufruf von Judith gefolgt und habe meine To-Want-Liste für das letzte Quartal des Jahres veröffentlicht. Das Ergebnis: Ich habe bei Weitem nicht alles geschafft. Aber doch deutlich mehr, als ohne diese Liste passiert wäre.

Dieses Jahr bin ich wieder dabei, genau wie viele, viele andere. Ich teile mit euch meine Ziele und Wünsche für die nächsten 84 Tage. Warum? Weil es Spaß macht. Weil es mich motiviert. Weil ich ähnliche Blogartikel bei anderen wahnsinnig spannend finde und hoffe, dass es einigen von euch auch so geht. Und weil es gegenseitiges Empowerment bringt, die Ziele und Erfolge zu teilen und gemeinsam zu feiern.

Der Plan zur Umsetzung ist dieses Jahr deutlich ausgefeilter als beim letzten Mal. Ich habe mehr Strategien, Routinen und Ideen, die mir helfen dürften. Trotzdem ist es auch diesmal nicht das Ziel, alles zu schaffen. Aber vielleicht gelingt mir ja die Hälfte? Ich halte euch hier im Blogartikel auf dem Laufenden. (Erklärung der Symbole: ✅ Erledigt · 🔄 In Arbeit · 🧊 Auf Eis · 🚫 Gecancelt)

Das sind die 23 Punkte meiner To-Want-Liste, von Businessplänen über Sportziele bis hin zu kleinen Erlebnissen: Read more

ADHS-Lifehack: Done-Liste statt To-Do-Liste

Aquarellhintergrund und Schriftzug: "ADHS-Lifehack: Done-Liste statt To-Do-Liste" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)To-Do-Listen sind wichtig, keine Frage. Ohne Listen und Pläne würde ich überhaupt nichts auf die Reihe bekommen. Aber leider sieht die Realität dann oft so aus: Ich bin überwältigt von der extrem langen To-Do-Liste, auf der mir alle Punkte gleich wichtig vorkommen. Außerdem laufen immer irgendwelche Dinge anders, als ich sie geplant habe, und am Ende des Tages sind kaum Aufgaben abgehakt. Und das fühlt sich richtig beschissen an, weil es mit schlechtem Gewissen, dem Gefühl von Scheitern und einem vagen Empfinden von Unfähigkeit einhergeht.

Welcher ADHS-Lifehack mir in solchen Situationen hilft: eine Done-Liste. Also eine Liste, auf der ich alles aufschreibe, was ich gemacht habe. Und wenn ich „alles“ sage, dann meine ich auch alles.

So funktioniert die Done-Liste

Eine Done-Liste ist eine Aufzählung von allen Dingen, die du an einem Tag wirklich geschafft hast. Da rede ich nicht nur von großen, spektakulären Aufgaben, sondern auch und gerade von den vielen Kleinigkeiten, die uns der Alltag nun mal so abverlangt. Read more

7 total unnütze Fakten, die mietfrei in meinem Kopf wohnen

Aquarellhintergrund und Schriftzug: "7 total unnütze Fakten, die mietfrei in meinem Kopf wohnen" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)

Unnütze Fakten, die in meinem Kopf wohnen (und jetzt auch in deinem)

Eigentlich wollte ich etwas Schlaues über ADHS, inklusive Sprache oder Texten schreiben. Aber mein Hirn ist heute eher verspielt-kreativ gelaunt und weniger konstruktiv-strukturiert. Und wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann das:

Wenn ich solchen Tagesformen und Impulsen nachgebe, kommt am Ende viel mehr heraus, als wenn ich versuche, etwas zu erzwingen.

Also geht es in diesem Blogartikel (übrigens der 5. in der laufenden Blogdekade, in der ich 10 Blogartikel innerhalb von 10 Tagen plane) um unnütze Fakten, die mein Hirn so nebenher ausspuckt.

Unnütze Fakten, Nr. 1: eine absurd große Aorta

Blauwale sind groß. Sehr, sehr groß. Sie gehören zu den größen und schwersten Tieren, die jemals die Erde bewohnt haben.

WIE groß so ein Blauwal ist, wird an einem echt absurden Fakt besonders deutlich: Ihre Hauptschlagader (Aorta) ist so groß, dass ein Mensch hindurchkriechen könnte. Eine Ader! Durch die pumpt dann ein Herz, das so groß ist wie ein Kleinwagen, etwa 10.000 Liter Blut pro Minute. Und dann wollen mir immer noch Leute erzählen, dass das Meer nicht gruselig ist … Read more

ADHS = Modediagnose? Diese 6 Gründe sprechen dagegen

Aquarellhintergrund, grafische Darstellung eines Gehirns mit Kringeln, Schriftzug: "ADHS = Modediagnose? 6 Gründe, die dagegen sprechen" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)

ADHS ist alles andere als eine Modediagnose!

ADHS? Modediagnose! Diesen Vorwurf höre ich ständig, in unterschiedlicher Form:

Naja, ADHS ist ja auch ziemlich in gerade.“

Heutzutage will ja jeder ADHS haben.“

Früher waren Kinder einfach lebendiger, heute haben sie sofort ADHS.“

Mich ärgert diese Vorverurteilung von ADHS als Modediganose maßlos, weil sie Betroffene abwertet und ihre Probleme kleinredet. Außerdem verkennt sie ganz grundlegend, welche Gründe es für vermehrte ADHS-Diagnosen gibt.

Dich nervt die Gleichsetzung „ADHS = Modediagnose“ auch? Dann findest du in diesem Artikel die passende Diskussionsgrundlage. Read more

20+ Gründe, warum ADHS teuer ist

fliegende Geldscheine und Schrift: "20+ Gründe, warum ADHS teuer ist" (Titelbild des gleichnamigen Blogartikels)

Wieso ist ADHS teuer? Hier sind 20+ Gründe.

Vor Kurzem hat ein Unternehmen einen kleinen Fehler gemacht, der mich 10 Euro (und einigen Ärger) gekostet hat.

Hatte ich vor, das Geld zurückzufordern? Definitiv! Habe ich es gemacht? Nope. Habe ich mich darüber geärgert (und tue es noch immer und habe auch irgendwie das Gefühl, dass ich mir dieses Geld noch zurückholen werde)? Auf jeden Fall!

Und das war nur ein Zehner! Wenn ich mir anschaue, wie oft im Alltag ähnliche Dinge passieren, dann reden wir da schnell nicht mehr über Kleckerbeträge, sondern über richtig schmerzhafte Summen.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass ADHS teuer ist. Unter Umständen sogar extrem teuer. Hier findest du 20+ Gründe dafür: Read more

Du kannst nicht NICHT gendern! Was viele beim Thema Gendersprache noch nicht verstanden haben

verschiedenfarbige Punkte im Aquarellstil, grob als Regenbogen aufgebaut. Dazu Schrift: "Du kannst nicht nicht gendern - was viele beim Thema Gendersprache noch nicht verstanden haben" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)

Machst du beim Thema Gendersprache die gleichen Fehler wie dieser Unternehmer?

Vor ein paar Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Unternehmer über das Thema Gendersprache. Er fand das Thema grundsätzlich schon wichtig, aber irgendwie auch schwierig, komplex und „manchmal ganz schön übertrieben“. Da stimmte ich ihm sogar halbwegs zu. Aber dann sagte er etwas, das in mir noch nachhallt:

Ich frage dann oft, ob wir nicht einfach Mitarbeiter sagen können. Wir haben ja trotzdem alle lieb. Und das ist dann eigentlich auch immer okay.“

Ja? Ist es das wirklich? Ich zweifle!

In diesem Satz stecken gleich mehrere Missverständnisse rund um Gendersprache. Zum Beispiel dass Menschen sich „liebgehabt“ fühlen wollen, wenn sie sich Repräsentation in der Sprache wünschen. Dass Schweigen immer Zustimmung ist. Und dass mit einem solchen Satz das Thema erledigt ist, weil man es ja erwähnt und nachgefragt hat.

Leider stimmt das alles nicht und diese Missverständnisse können gerade im beruflichen Kontext zu einem echten Problem werden. Ich erkläre dir, warum: Read more

Gastartikel: Volkmar im Prozess der ADHS-Diagnose

Gastartikel: Volkmar im Prozess der ADHS-Diagnose (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel, zeigt einen stilisierten Kopf, über dem Fäden und Puzzleteile schweben)

Volkmar erzählt, warum die ADHS-Diagnose oft so kompliziert ist …

Auf einen meiner letzten Newsletter bekam ich eine sehr nette Antwort von Volkmar. Er hat die ADHS-Erfahrungsberichte aus meiner Blogparade gelesen und sich in vielem wiedergefunden. Aber er bringt noch zwei ganz neue Perspektiven mit ein:

  • Erstens sieht er sich als Mann mit Symptomen des unaufmerksamen ADHS-Typs in den Beschreibungen von AD(H)S noch kaum repräsentiert. Ich schreibe ja immer wieder, dass Frauen sehr häufig nicht „typisch“ nach ADHS aussehen. Sie sind oft weniger hyperaktiv und kämpfen stärker innerlich. Diese unaufmerksame Form von ADHS (die man früher als ADS bezeichnet hat) gibt es aber natürlich auch bei Männern. Und diese werden dann unter Umständen genauso leicht übersehen wie Frauen mit ADHS. Oder vielleicht sogar noch ein wenig mehr, weil sie nicht in das typische Bild eines Mannes mit ADHS passen. Genau das ist bei Volkmar der Fall.
  • Und zweitens hat Volkmar bisher noch keine offizielle ADHS-Diagnose und der Diagnostikprozess gestaltet sich schwierig. So geht es vielen Betroffenen und ich freue mich, dass Volkmar in diesem Gastartikel über die Probleme in der Diagnostik und über seine persönlichen Erfahrungen schreibt.

Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen! Das ist der Gastbeitrag von Volkmar: Read more