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Ratschläge für die Tonne: Diese Tipps haben für mich mit ADHS nicht funktioniert (Haushalts-Edition)

Titelbild zum Blogartikel "ADHS und Haushalt: Ratschläge für die Tonne"

ADHS, Haushalt und gutgemeinte Ratschläge …

Ordnung und Haushalt sind wahrscheinlich für niemanden ganz unkomplizierte Themen. Aber mit ADHS nimmt der Haushalt noch mal eine ganz andere Dimension an. Mir gelingt das Ordnunghalten bei Weitem nicht so gut, wie ich mir das wünschen würde.

Und wenn man mal genauer hinschaut, ist das auch kein Wunder:

  • So ein Haushalt besteht aus Hunderten unterschiedlicher Arbeiten. 
  • Keine von ihnen macht besonders viel Spaß. 
  • Viele hängen irgendwie zusammen, sodass die eine erst erledigt werden kann, wenn die andere abgeschlossen ist.
  • Die Aufgaben müssen in variierenden Abständen mit wechselnder Dringlichkeit und in immer wieder unterschiedlicher Reihenfolge erledigt werden.
  • Man muss sich täglich mit dem Thema beschäftigen.
  • Und man ist einfach nie fertig.

So richtig verwunderlich ist es also nicht, dass viele Menschen mit ADHS Struggles beim Thema Haushalt und Ordnung haben. Und natürlich probiert man dann im Lauf der Jahre alle möglichen Tricks und Methoden aus.

Aber sind wir mal ehrlich: Die meisten Tipps und Systeme sind komplett für die Tonne. Leider. Denn einige davon klingen super, funktionieren für mich aber trotzdem nicht. Warum das so ist und welche Haushalts-Ratschläge bei mir im Müll gelandet sind, das erfährst du hier.

Übrigens: Meine Inspiration zu diesem Thema stammt aus Antonia Ludwigs Blogparade „Ratschläge für die Tonne“. Der Einsendeschluss ist zwar schon vorbei, aber das macht ja nichts 🙂

ADHS-Haushalts-Tipps für die Tonne: Meine Top 5

Zunächst noch ein kleiner Disclaimer: ADHSler*innen sind sehr unterschiedlich. Was für mich nicht funktioniert hat, kann für dich eine richtig gute Lösung sein. Probiere aus, was zu dir passt! Aber mach dir keine Vorwürfe, wenn es nicht auf Dauer klappt. 

Oh, auf das Thema „Listen schreiben“ verzichte ich hier übrigens. Dieser Ratschlag ist mir zu platt. Deshalb nur kurz:

Denkt ernsthaft jemand, dass erwachsene Menschen mit ADHS noch nie auf die Idee gekommen wären, Listen zu schreiben? Wenn das funktionieren würde, hätten wir kein Problem, das versichere ich euch. Deshalb hat „Schreib doch eine Liste!“ es schon vor einer ganzen Weile in mein ADHS-Bullshit-Bingo geschafft und bekommt hier im Artikel keinen weiteren Platz.

Aber es gibt ja noch viele, viele weitere Tipps, Ratschläge und Methoden, die sich im Lauf der Jahre als für mich untauglich herausgestellt haben. Hier kommen meine Top 5 der Haushalts-Ratschläge für die Tonne:

Platz 5: Alles außer Sicht räumen

Geschlossene Schränke, Kistchen und Schubladen sind super, weil sie einen Raum sofort viel aufgeräumter wirken lassen. Also eigentlich ideal, oder? Für mein Gehirn nicht. Denn das vergisst super schnell, wo ich Dinge hingeräumt habe oder dass sie überhaupt existieren. Und dann muss ich noch mehr Zeit mit Suchen verbringen als ohnehin schon.

Für mich müssen bestimmte Dinge sichtbar bleiben, weil ich sie sonst vergesse. Das ist für die Optik im Raum eher suboptimal, erleichtert mir den Alltag aber beträchtlich. 

Der Ordnungstipp, alles in geschlossenen Behältern unterzubringen, landet also in der Tonne.

Platz 4: Achtsam putzen

Immer nur eine Sache auf einmal machen, auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren und dadurch strukturierter arbeiten, … Ja, klingt sinnvoll. Aber ich hasse es. 

Wenn ich mich nur auf die Wäsche, das unordentliche Regal oder die Spülmaschine konzentriere, bin ich gedanklich die ganze Zeit damit beschäftigt, wie dringend ich etwas anderes machen will. Ich langweile mich, bin super leicht abzulenken und werde ziemlich schnell destruktiv.

Deshalb mache ich das Gegenteil: Ich höre bei jeder Haushaltsarbeit Podcasts. Und da ich wirklich gerne Podcasts höre, gehen mir unangenehme Aufgaben sehr viel leichter von der Hand.

Der Tipp, sich entspannt auf die Haushaltsaufgaben zu konzentrieren, fliegt also definitiv in den Müll.

Platz 3: Körbe für jedes Zimmer

Die Idee klingt so gut: Man stellt an einen zentralen Ort Körbchen für jedes Zimmer. Dort kann dann niedrigschwellig alles hineingeworfen werden, was später in dieses Zimmer mitgenommen werden soll. 

Der Haken ist nur: Jemand muss diese Körbchen dann auch wirklich mit in das andere Zimmer nehmen, ausräumen und leer wieder zurückstellen. Und wir wissen, dass das in einem neurodivergenten Haushalt nicht passieren wird.

Entweder steht der Korb dann nicht an seinem Platz, sodass an dessen Stelle ein Haufen entsteht (wodurch man den Korb nicht mehr abstellen kann). Oder das Körbchen wird zum ewigen, verstaubten Sammelgrab für Dinge, die halt herumliegen.

Schweren Herzens landen also auch die Zimmer-Körbchen in der Tonne.

Platz 2: immer etwas mitnehmen, wenn man den Raum wechselt

Das Konzept ist folgendermaßen gedacht: Immer wenn man den Raum wechselt, nimmt man einen Gegenstand mit, der sowieso in den anderen Raum gehört. So soll quasi nebenbei wie von selbst mehr Ordnung entstehen.

Bei mir führt dieser Tipp zu maximalem Chaos:

Ich wechsle ziemlich häufig den Raum, weil ich gar nicht über längere Zeit an einem Platz sitzen kann. Dann hole ich mir etwas zu trinken, gehe aufs Klo oder mache sonst etwas Schnelles, das mich im Idealfall nicht komplett aus der Tätigkeit reißt, die ich gerade tue. Wenn ich in diesem Moment die Aufmerksamkeit darauf richte, was ich mitnehmen könnte, verabschiedet sich meine Konzentration beleidigt in den Feierabend.

Ganz echt: Dieser Tipp ist für mich wirklich Gift. Ich habe es mehrmals ausprobiert, mich daran zu gewöhnen, und immer wieder die gleiche Erfahrung gemacht: Die Konzentration darauf, mich beim Zimmerwechsel zu beobachten, dann den Raum zu scannen, etwas auszuwählen und wegzuräumen, bringt mich in Sekundenschnelle in eine komplette Paralyse, in der dann gar nichts mehr passiert.

Klingt ein bisschen überdramatisch? Ja, ist es auch. Vor allem für mich, kannste glauben. Aufräumen beim Raumwechsel ist also ebenfalls ein klarer Kandidat für die Mülltonne.

Platz 1: alles sofort wieder wegräumen

Wenn du mit einer Sache fertig bist, dann räume direkt alles wieder auf!“ Diesen Ordnungs-Grundsatz bringt man schon Kindern bei und natürlich klingt er total logisch. Aber ganz ehrlich: Ich habe keine Idee, wie ihr das macht! Geht ihr wirklich einer einzigen Tätigkeit nach, beendet sie und räumt sie dann wieder weg, bevor ihr etwas anderes anfangt? WIE???

Bei mir passieren Dinge nicht sauber nacheinander. Sie gehen ineinander über, folgen Impulsen und Ideen und müssen für später liegenbleiben, weil sie noch nicht fertig sind. Ich habe immer mehrere Projekte gleichzeitig laufen, die ihren Platz haben müssen.

Davon abgesehen sträubt sich in mir alles dagegen, nach einer schönen Tätigkeit direkt aufräumen zu müssen. Ich möchte dann in der Energie dessen bleiben, was ich gerade gemacht habe. Das Wissen, dass ich anschließend aufspringen und alles wegräumen soll, sorgt ziemlich zuverlässig dafür, dass ich gar nicht erst anfange. Oder dass ich (ähnlich wie bei meinem 2. Platz in dieser Rangliste) beim Versuch, mich darauf zu konzentrieren, in einen Tilt-Modus gerate.

So doof es also ist: Auch dieser Tipp wandert in die Tonne.

Und welche Tipps helfen jetzt beim Thema ADHS und Haushalt?

Natürlich habe ich im Lauf der Jahre auch Tipps und Tricks gefunden, die mir gut helfen. Aber die sind einen eigenen Blogartikel wert 🙂 Und den findest du demnächst hier im Blog. Es wird unter anderem um eine niedrigschwellige Aufräumstruktur für sehr chaotische Räume gehen, um mehrfach gekaufte Alltagsgegenstände, eine wirklich gute Putz-App und um Kolibris als Vorbild. Stay tuned!

Übrigens: Manchmal genügen allgemeine Tipps nicht, um mit ADHS eine funktionierende Alltagsstruktur zu finden. Dann braucht es einen erfahrenen und feinfühligen Blick von außen. Hier komme ich als Coachin ins Spiel 🙂 Lass uns gemeinsam herausfinden, was dir am besten hilft und welche Strategien wirklich zu deinem neurodivergenten Gehirn passen! Buche hier deinen kostenlosen und unverbindlichen Kennenlerntermin!

ADHS: Superkraft oder Behinderung?

Titelbild für den Blogartikel "ADHS: Superkraft oder Behinderung?"ADHS ist meine Superkraft!“ Das lese ich immer wieder und finde die Aussage sehr schwierig.

Versteh mich nicht falsch: Ich kann sehr gut nachfühlen, was damit gemeint ist. Neurodivergenzen gehen mit großartigen Eigenschaften und Fähigkeiten einher. Trotzdem sehe ich diese Superkraft-Aussage extrem kritisch. Denn zum einen ist die Superkraft nie dann abrufbar, wenn wir sie brauchen. Und zum anderen geht ADHS auch mit massiven Herausforderungen einher.

Genauso schwierig wie die Superkraft-Einordnung finde ich es aber, wenn ADHS ausschließlich als Einschränkung oder gar Behinderung betrachtet wird. Ist es beides? Oder nichts von beidem? Oder wie? Schauen wir uns die Sache mal genauer an. Read more

ADHS-Erfahrungsbericht von Gaby, Teil 2

Titelbild zum Blogartikel "ADHS-Erfahrungsbericht: So geht es Gaby heute"

ADHS-Erfahrungsbericht: Gaby erzählt, wie es ihr mit ihren Medikamenten geht

Erinnerst du dich an meine Freundin Gaby? Sie hat hier in meinem Blog schon einmal über ihre Depressionen und ihre ADHS-Diagnose geschrieben. Damals stand sie gerade an der Schwelle zur endgültigen Diagnose und es war noch offen, ob sie ADHS-Medikamente nehmen darf. Inzwischen hat sich einiges getan und ich freue mich sehr, dass sie mir und damit auch euch allen ein Update geschrieben hat. Lassen wir sie selbst zu Wort kommen!

So sieht es inzwischen bei Gaby aus:


Update: Meine ADHS-Medikamente – ein Schritt, der alles verändert hat

Am 15.09.2025 habe ich zum ersten Mal ADHS-Medikamente verschrieben bekommen. Medikinet retard, 10 mg.

Ich hatte so lange darauf hingearbeitet, so viele Termine hinter mir, so viel Hoffnung hineingelegt … aber als das Rezept dann wirklich in meiner Hand lag, war es plötzlich nicht mehr nur ein Stück Papier. Es war eine kleine, zerknitterte Zukunftsentscheidung.

Um es vorwegzunehmen: Ich habe mit der Dosis ein wenig experimentiert. Nicht aus Leichtsinn, sondern aus dem tiefen Wunsch zu verstehen, was mein Gehirn eigentlich braucht.

Und dieses Experimentieren hat mir etwas gegeben, das ich vorher nicht kannte: Klarheit. Kontrolle. Und eine Welle von Emotionen, die mich erst einmal umgehauen hat. Doch von vorne: Read more

ADHS-Alltagstipp: Wie du dich daran erinnerst, was du gerade tust

Titelbild zum Blogartikel "ADHS-Alltagstipp: Wie du dich daran erinnerst, was du gerade tust"

Wenn aus dem Teekochen drölf andere Aufgaben werden

Eigentlich wollte ich nur kurz einen Tee kochen, aber dann war die Spülmaschine fertig und ich habe angefangen, sie schnell auszuräumen. Dann fiel mir ein, dass ich noch dringend diese eine E-Mail beantworten wollte. Also schnell das Handy gezückt und vorher ganz kurz bei Instagram reingeschaut. Oh, hoppla, die Spülmaschine … Also dort weitermachen und feststellen, dass die Schublade mit den Tupperdosen nicht mehr richtig zugeht. Die wollte ich ja eh schon längst aussortieren, das mache ich schnell … Read more

ADHS-Glossar: 50+ Begriffe rund um ADHS

Titelbild zum Blogartikel "ADHS-Glossar"

ADHS-Glossar: 50+ Begriffe rund um ADHS

Ein ADHS-Glossar schwebt mir schon seit langer Zeit vor. Schließlich gibt es unzählige Begriffe, die ich gerne schon früher gekannt und verstanden hätte. Hier ist es nun, das ADHS-Glossar, in all seiner Unperfektheit.

Bei meinen ersten Notizen zum Blogartikel kamen mehr als 110 Begriffe zusammen. Beim Schreiben habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass ich streichen muss, wenn der Artikel jemals veröffentlicht werden soll. Diese erste Version enthält deshalb „nur“ knapp 60 Begriffe, soll aber im Lauf der Zeit ergänzt werden.

Das ADHS-Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder wissenschaftlich-medizinische Korrektheit. Ich bin keine Ärztin, keine Therapeutin oder Wissenschaftlerin. Ich schreibe aus Erfahrung. Aus eigener Betroffenheit, unzähligen Gesprächen, intensiven Recherchen, eigenen Aha-Momenten und persönlichen Stolpersteinen. Deswegen findest du bei vielen Begriffen nicht nur die nackte Erklärung, sondern auch Anekdoten und meine persönliche Haltung.

Vielleicht entdeckst du dich in manchen Beschreibungen wieder. Vielleicht liest du etwas und denkst: „Ach, DESHALB bin ich so!“ Genau dafür habe ich das Glossar geschrieben. Also: Lies quer, lies selektiv und lies neugierig. Nimm mit, was dir hilft, und lass den Rest liegen. Was übrigens immer ein guter Rat ist. Read more

7 Dinge, die ich seit meiner ADHS-Diagnose anders mache

Titelbild zum Blogartikel "7 Dinge, die ich seit meiner ADHS-Diagnose anders mache"

„Wofür soll die ADHS-Diagnose gut sein?“ – Unter anderem für diese 7 Dinge!

Wofür soll eine ADHS-Diagnose gut sein, vor allem im Erwachsenenalter?“ Diese Frage höre und lese ich immer wieder. Sogar so oft, dass ich sie zu Punkt 5 in meinem ADHS-Bullshit-Bingo gemacht habe. Heute möchte ich sie auf eine sehr persönliche Art beantworten.

Vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich meine ADHS-Diagnose bekommen, im Alter von 43 Jahren. Und das hat eine ganze Menge in meinem Leben verändert. Diese 7 Dinge mache ich anders, seit ich weiß, dass ich ADHS habe: Read more

Meine To-Want-Liste: 23 Dinge, die ich bis Jahresende erleben will

To-Want, nicht To-Do, das ist ein entscheidendes Detail bei diesem Experiment. Vor zwei Jahren bin ich schon mal dem Aufruf von Judith gefolgt und habe meine To-Want-Liste für das letzte Quartal des Jahres veröffentlicht. Das Ergebnis: Ich habe bei Weitem nicht alles geschafft. Aber doch deutlich mehr, als ohne diese Liste passiert wäre.

Dieses Jahr bin ich wieder dabei, genau wie viele, viele andere. Ich teile mit euch meine Ziele und Wünsche für die nächsten 84 Tage. Warum? Weil es Spaß macht. Weil es mich motiviert. Weil ich ähnliche Blogartikel bei anderen wahnsinnig spannend finde und hoffe, dass es einigen von euch auch so geht. Und weil es gegenseitiges Empowerment bringt, die Ziele und Erfolge zu teilen und gemeinsam zu feiern.

Der Plan zur Umsetzung ist dieses Jahr deutlich ausgefeilter als beim letzten Mal. Ich habe mehr Strategien, Routinen und Ideen, die mir helfen dürften. Trotzdem ist es auch diesmal nicht das Ziel, alles zu schaffen. Aber vielleicht gelingt mir ja die Hälfte? Ich halte euch hier im Blogartikel auf dem Laufenden. (Erklärung der Symbole: ✅ Erledigt · 🔄 In Arbeit · 🧊 Auf Eis · 🚫 Gecancelt)

Das sind die 23 Punkte meiner To-Want-Liste, von Businessplänen über Sportziele bis hin zu kleinen Erlebnissen: Read more

ADHS-Lifehack: Done-Liste statt To-Do-Liste

Aquarellhintergrund und Schriftzug: "ADHS-Lifehack: Done-Liste statt To-Do-Liste" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)To-Do-Listen sind wichtig, keine Frage. Ohne Listen und Pläne würde ich überhaupt nichts auf die Reihe bekommen. Aber leider sieht die Realität dann oft so aus: Ich bin überwältigt von der extrem langen To-Do-Liste, auf der mir alle Punkte gleich wichtig vorkommen. Außerdem laufen immer irgendwelche Dinge anders, als ich sie geplant habe, und am Ende des Tages sind kaum Aufgaben abgehakt. Und das fühlt sich richtig beschissen an, weil es mit schlechtem Gewissen, dem Gefühl von Scheitern und einem vagen Empfinden von Unfähigkeit einhergeht.

Welcher ADHS-Lifehack mir in solchen Situationen hilft: eine Done-Liste. Also eine Liste, auf der ich alles aufschreibe, was ich gemacht habe. Und wenn ich „alles“ sage, dann meine ich auch alles.

So funktioniert die Done-Liste

Eine Done-Liste ist eine Aufzählung von allen Dingen, die du an einem Tag wirklich geschafft hast. Da rede ich nicht nur von großen, spektakulären Aufgaben, sondern auch und gerade von den vielen Kleinigkeiten, die uns der Alltag nun mal so abverlangt. Read more

7 total unnütze Fakten, die mietfrei in meinem Kopf wohnen

Aquarellhintergrund und Schriftzug: "7 total unnütze Fakten, die mietfrei in meinem Kopf wohnen" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)

Unnütze Fakten, die in meinem Kopf wohnen (und jetzt auch in deinem)

Eigentlich wollte ich etwas Schlaues über ADHS, inklusive Sprache oder Texten schreiben. Aber mein Hirn ist heute eher verspielt-kreativ gelaunt und weniger konstruktiv-strukturiert. Und wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann das:

Wenn ich solchen Tagesformen und Impulsen nachgebe, kommt am Ende viel mehr heraus, als wenn ich versuche, etwas zu erzwingen.

Also geht es in diesem Blogartikel (übrigens der 5. in der laufenden Blogdekade, in der ich 10 Blogartikel innerhalb von 10 Tagen plane) um unnütze Fakten, die mein Hirn so nebenher ausspuckt.

Unnütze Fakten, Nr. 1: eine absurd große Aorta

Blauwale sind groß. Sehr, sehr groß. Sie gehören zu den größen und schwersten Tieren, die jemals die Erde bewohnt haben.

WIE groß so ein Blauwal ist, wird an einem echt absurden Fakt besonders deutlich: Ihre Hauptschlagader (Aorta) ist so groß, dass ein Mensch hindurchkriechen könnte. Eine Ader! Durch die pumpt dann ein Herz, das so groß ist wie ein Kleinwagen, etwa 10.000 Liter Blut pro Minute. Und dann wollen mir immer noch Leute erzählen, dass das Meer nicht gruselig ist … Read more

ADHS = Modediagnose? Diese 6 Gründe sprechen dagegen

Aquarellhintergrund, grafische Darstellung eines Gehirns mit Kringeln, Schriftzug: "ADHS = Modediagnose? 6 Gründe, die dagegen sprechen" (Titelbild zum gleichnamigen Blogartikel)

ADHS ist alles andere als eine Modediagnose!

ADHS? Modediagnose! Diesen Vorwurf höre ich ständig, in unterschiedlicher Form:

Naja, ADHS ist ja auch ziemlich in gerade.“

Heutzutage will ja jeder ADHS haben.“

Früher waren Kinder einfach lebendiger, heute haben sie sofort ADHS.“

Mich ärgert diese Vorverurteilung von ADHS als Modediganose maßlos, weil sie Betroffene abwertet und ihre Probleme kleinredet. Außerdem verkennt sie ganz grundlegend, welche Gründe es für vermehrte ADHS-Diagnosen gibt.

Dich nervt die Gleichsetzung „ADHS = Modediagnose“ auch? Dann findest du in diesem Artikel die passende Diskussionsgrundlage. Read more